öffnen oder schließen, das ist die Frage KW 29 2013

Lilli

Das Nasskalte Frühjahr hängt uns immer noch im Nacken. Fast alle Früchte reifen verzögert ab und sind viel später als sonst üblich erntefähig. Auch bei den Tomaten müssen wir noch mindestens zwei Wochen warten bis sie endlich rot werden. Obwohl es zur Zeit sehr heiß ist, verhindern die doch sehr kalten Nächte eine beschleunigte Berötung der Tomaten. Die allermeisten Biotomaten in Deutschland werden, wie auch die in unserem Betreib, in relativ einfachen Gewächshäusern angebaut. In solchen Gewächshäusern lässt sich die relative Luftfeuchtigkeit nur mit hohem Aufwand, oder im Regelfall nur unzureichend regulieren. Da beim Tomatenanbau aber unter allen Umständen verhindert werden muss, daß die Tomatenpflanze feucht wird, öffnen die Tomatenanbauer selbst Nachts die Lüftungen damit die Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus bei singkender Temperatur nicht den Taupunkt überschreitet und sich somit Feuchtigkeit auf den Pflanzen niederschlägt. Nur im Zusammenspiel mit Wasser können sich die auf den Tomatenblättern sowieso fast immer vorhandenen Sporen der Krautfäule entwickeln. Eine Alternative zur nächtlichen offenen Lüftung ist das heizen der Gewächshäuser bei geschlossener Lüftung in der Nacht, um die relative Luftfeuchtigkeit entsprechend niedrig zu halten, oder das morgendliche Heizen bei offener Lüftung um die Pflanzen abzutrocknen. Beide Maßnahmen gehen  jedoch mit einen sehr hohen Energieverbrauch einher.

Auf die ersten Tomaten aus Deutschland und aus unserem eigenen Betrieb müssen wir daher noch etwas zuwarten, dafür gibt  es ab nächster Woche die ersten grünen Paprikas und Auberginen aus den Gewächshäusern und die Gurken stehen im Vollertrag.

Ideal ist das Wetter zur Zeit für die Unkrautbekämpfung. Ob von Hand oder mit der Maschinenhacke abgeschnitten, bei dieser Hitze überlebt das kein Unkraut.

Nächste Woche werden wir unter anderem nochmals Dicke Bohnen in die Kisten packen, als Alternative können wir auch die ersten Buschbohnen ernten und anbieten.

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