Fast nichts mehr und noch fast nichts, Wochenbrief KW 17 2013

Liebe Kunden/innen

Neben unseren zarten ausgezeichneten Auricher Landgockel bieten wir Ihnen nächste Woche Bresse-Suppen- hühner vom  Jagsthof an. Die Bresse-Hühner  sind eine französischen Gourmet-Fleischhühnerrasse, und dort begehrt wegen ihres ausgezeichneten Geschmacks und des hohen Fleischanteils. Sie wiegen geschlachtet etwa 1,6 bis 2,2 kg und sind mit den üblichen Suppenhühnern nicht zu vergleichen, sondern auch für Coq au vin und ähnliches geeignet (bei verlängerten Garzeiten).  Die Hühner haben 10 Monate im Hühnermobil mitten im Grünen auf dem Bioland-Jagsthof bei Aalen gelebt. Im Hühnermobil sollen Erfahrungen mit Hühnerrassen gesammelt werden, vor allem auch für ihre Eignung als Zweinutzungsrasse; d.h. es sollen nicht nur Legehennen genügend Eier legen sondern auch die männlichen Tiere sinnvoll aufzuziehen sein. Bei den Bresse-Hühnern –das ist die bisher wichtigste Erfahrung – steht allerdings der Fleischansatz zu sehr im Vordergrund. Deshalb ziehen im Mai 225 Hühner einer anderen Rasse ein.

Das Leben ist wie ein Kreis eine ewige Wiederholung wie die Jahreszeiten. Nach dem Winter kommt der Frühling und jedes Jahr die gleiche Frage um diese Zeit: „Warum ist so wenig regionales Gemüse und Obst im Angebot“.

Die Antwort ist ganz einfach: Weil es fast nichts mehr gibt und weil es fast noch nichts gibt. Bleiben wir bei dem „Fast nichts mehr“: Es gibt noch etwas Rotkohl und Weißkohl. Es gibt noch ein wenig Möhren, Pastinaken und Petersilienwurzel. Diese Gemüsearten werden aber von Woche zu Woche schlechter. Hier macht sich die lange Lagerdauer bemerkbar. Alte Kartoffeln gab es voraussichtlich diese Woche zum letzten mal. Bei Äpfel können wir wohl noch 6 Wochen auf die hervorragende Ware der Biobauern vom Bodensee zurückgreifen.  Und dann ist es schon zuende mit dem Fast nichts mehr. Die Lager sind leer. Jetzt kommen wir zum „Fast noch nichts“ : Dieses Jahr war es außergewöhnlich lange kalt. Nicht sehr kalt aber eben kalt. Obwohl wir und auch unsere Kollegen die kurze Zeitspanne Anfang März genutzt hatten um die Pflanzen in den Boden zu bringen, wuchsen die Pflanzen wegen der Kälte nicht.  Erst diese Woche konnten wir die ersten nennenswerten Mengen aus unseren Gewächshäusern ernten. Es wird aber jetzt von Woche zu Woche besser, so daß wir Sie bis Ende Mai  voraussichtlich fast ausschließlich mit eigenem und regionalen Biogemüse beliefern können. Auf regionales Fruchtgemüse müssen Sie allerdings noch etwas länger warten. Die ersten neuen Kartoffeln erwarten wir Anfang bis Mitte Juni und kurz darauf  werden auch schon die ersten Biomöhren in der Pfalz bei unserem Biolandkollegen Merz geerntet.  Vorfreude ist die schönste Freude.

Aus unseren Gewächshäusern ernten wir zur Zeit Salate, Ruccola, Radieschen, Asiasalat, und Petersilie. Übernächste Woche gibt es dann Kohlrabi und Mangold.
Auf unseren Felder haben wir diese Woche Zuckermais, Buschbohnen, Dicke Bohnen und Zucchini gesät.

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