Wenn Raben graben, Wochenbrief KW 15 2013

Liebe Kunden/innen

Die nächsten zwei Wochen entscheiden, ob wir einen Teil unserer Gewächshauskulturen wieder umbrechen müssen. Es ist nicht so, daß die Kälte der letzten Wochen diese Kulturen über die Maße geschädigt hat, aber sie sind in Ihrer Entwicklung so weit hinter der Zeit, daß es fraglich ist, ob sie bis in vier Wochen erntereif sind. Dann kommen nämlich schon die Folgekulturen, wie Tomaten, Paprika, Auberginen und Gurken. Es wäre zwar möglich die Jungpflanzen dieser Kulturen in Ihrer Entwicklung etwas zu bremsen, indem man die Temperatur in den Gewächshäusern senkt, so könnte man den Pflanztermin hinauszögern und für die Erstkulturen Zeit gewinnen. Aber das wäre nur ein vermeintlicher Gewinn, da man zum einen das Ertragspotential der Kulturen nicht nutzt und zum anderen der Höchstertrag dieser Kulturen mitten in die Sommerferien fallen würde. Doch noch sind wir guter Hoffnung. Für die nächste Woche sind schon Tagestemperaturen von bis zu 15°C vorhergesagt.
Im Freiland werden wir mit den meisten  Gemüseaussaaten noch etwas zuwarten. Damit die Saat zügig keimt ist es wichtig, daß sich der Boden vorher ausreichend erwärmt hat. Zum Glück hat es in den letzten zwei Wochen relativ wenig geregnet. Der Boden ist jetzt oberflächlich sehr schön abgetrocknet, so können wir schon diese Woche mit der Bodenbearbeitung zur Vorbereitung der Aussaaten beginnen.

Mit der Aussaat des Sommergetreides, Sommerweizen, Hafer und Gerste, beginnen wir in der nächsten Woche. Die Aussaat des Futtermaises beginnt eine Woche später, da Mais sehr empfindlich gegen zu kalte Bodentemperaturen ist. Wenn der Mais nicht sehr schnell keimt, wird er sehr gerne von Vögeln, insbesondere von Raben gefressen. Die Raben erkennen die Saatreihen und suchen in diesen nach Maiskörnern. Haben sie eines gefunden dauert es mindestens 5 m bis der Rabe satt ist. Und ein Rabe hat nicht nur einmal am Tag Hunger und auf dem Feld ist nicht nur ein Rabe. So kommen am Ende des Tages viele Meter ausgegrabene Maiskörner zusammen. Ökofelder lieben die Raben übrigens besonders gerne, da wir Biobauern das Saatgut nicht mit Gift beizen.

Nur die Dicken Bohnen werden wir, sofern es die Bodenverhältnisse zulassen, schon nächste Woche aussäen. Dicke Bohnen keimen  auch bei niedrigen Temperaturen sehr gut.

Obwohl es draußen noch sehr ruhig ist, müssen wir die Arbeit nicht suchen. Noch immer beschäftigt uns der im letzten Jahr begonnene Umbau unserer Packhalle.

Ich wünsche Ihnen ein sonniges etwas wärmeres Wochenende.
Michael Braun

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