Edelbitter Wochenbrief KW 47 2012

Wenn der Winter sich ankündigt steht das Bittere vor der Türe. Zum Glück jedoch nicht das bittere Leben, sondern die edelbitteren Gemüsesorten, wie Zuckerhut, Radiccho, Endivie und Chicoree. Was bitter im Mund, ist dem Magen gesund,sagt der Volksmund. Obwohl der Volksmund nicht immer recht hat, liegt er hier ganz richtig.
Die Bitterstoffe in diesen Gemüsearten regen die Magensaftbildung an, stimulieren die Bauchspeicheldrüse und fördern, einfach ausgedrückt, die Verdauung. Ein gesundes Verdauungssystem hat nun mal einen viel höheren Stellenwert als wir ihm überhaupt zubilligen. Was wir essen muss verdaut werden, verdauen bedeutet zerlegen, resobieren, umbauen, aufbauen und das was nicht benötigt wird, wieder ausscheiden. Hierbei helfen uns die Bitterstoffe der oben genannten Salate. Durch die Aussage “nur nicht Bitter” wurde den bitteren Gemüsesorten in den letzten Jahrzehnten leider ein großer Teil der Bitterstoffe weggezüchtet.

All diese Salate stammen von der Wegwarte ab und haben neben dem Bitteren die Gemeinsamkeit, daß sie uns, bedingt durch ihre Frosthärte und langen Lagerfähigkeit, durch den fast blattsalatlosen Winter begleiten, wenn man sich auf das Bittere in ihrem Wesen einlässt.

Am  einfachsten bereiten Sie diese Salatsorten zu, indem Sie sie quer in feine Streifen schneiden. Früher hatte man die schlechte Angewohnheit Endivie in warmem Wasser zu wässern, um ihm die Bitterstoffe zu entziehen. Das sollten Sie nicht machen. Mit dem Bitteren im Salat verhält es sich wie im wirklichen Leben, man sollte es nicht verdrängen. Nach einem bitteren Salat schmeckt der süße Nachtisch um so besser.

Durch die milde Witterung können wir Ihnen nächste Woche die meisten Gemüsekisten mit ausschließlich regionalen Gemüsesorten anbieten. Wir packen Möhren, Spitzkohl, Pastinaken oder Petersilienwurzel, Fenchel, Chinakohl, Zuckerhut, Radiccho  und Rondini in die Gemüsekisten.
Bedingt durch die allerdings trüben Tage der letzen Woche müssen wir bei der Feldssalaternte eine Pause einlegen.

Beachten Sie bitte unsere Frühbestellaktion für unsere Weihnachtsgänse. Sie kosten anstatt 17,25€/kg nur 15,25€/kg Sie können Diese noch bis Sonntag bestellen. Die Gänse werden nächste Woche ausgeliefert und müssen von Ihnen, sofern Sie sie erst an Weihnachten zubereiten, eingefroren werden.

Neben Gänse, bieten wir für Weihnachten noch Landgockel, Enten, Puten (8kg-12kg) und Miniputen (5kg-6kg) an. Grundsätzlich sollten Sie das Geflügel, wenn Sie über keinen Kühlschrank mit 0°C Zone verfügen, nicht länger wie 2 bis max. drei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Bei einer längeren Lagerdauer ist es sinnvoll das Geflügel, wenn auch nur kurzfristig, einzufrieren. Das Einfrieren schadet übrigens dem Geschmack und der Qualität des Fleisches in keiner Weise.

Die Arbeiten im Gemüsebau beschränken sich zur Zeit auf Feldsalat pflanzen und auf Feldsalat ernten.

Dieser Beitrag wurde unter Wochenbrief veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>