Einladung zum 2 Hofinfotag 2011. Wochenbrief KW 25 2011

Liebe Kunden/innen

Am Samstag, den 02.07.2011 laden wir Sie zu unserem 2. Hofinformationstag in diesem Jahr ein. Wir wollen Ihnen an diesem Tag wieder einen Einblick in unsere Arbeit geben. Wir zeigen Ihnen unsere Gewächshäuser (Tomaten, Gurken, Paprika Zucchini, Salate und Kräuter), unser Freilandgemüse (Buschbohnen, Paprika, Auberginen, Mangold, Rote Bete Kürbisse, Zuccini und Zuckermais), die Getreidefelder, die Weidegänse und unsere Landgockel. Natürlich haben wir auch  wie immer einen kleinen Imbiss für Sie vorbereitet. Sollten Sie erst am Nachmittag kommen, oder auch etwas länger bleiben wollen bieten wir ihnen ab 15 Uhr Kaffee und Kuchen an. Für Ihre Kinder haben wir eine professionelle Kinderbetreuung.

Am Tag darauf, also am 03.07.2011 um 10 Uhr findet auf unserem Hof der  diesjährige Erntebittgottesdienst statt. Auch hierzu sind Sie ganz herzlich eingeladen. Nach den langerwarteten Regenfällen in den letzten zwei Wochen, besteht allerdings ein viel größerer Anlass hierfür zu Danken als noch um eine gute Ernte zu bitten. Wenn Sie unsere Wochenbriefe der letzten Wochen aufmerksam gelesen haben, haben Sie wohl auch festgestellt, daß wir wegen den ausbleibenden Niederschlägen in diesem Frühjahr oft sehr verzweifelt waren. Nicht ohne Grund, es war der niederschlagärmste Frühling seit langen Jahren, und hätte es weiterhin nicht geregnet, hätte dies für viele Betriebe, auch für uns, ernorme finanzielle Auswirkungen gehabt. Aber jetzt, da es wirklich ausreichend geregnet hat, und der Erntebittgottesdienst vor der Türe steht, fällt mir auf, wie kleinmütig auch ich geworden bin. Anstatt Gottvertrauen zu haben verzweifelte ich, wohl wissend, daß einem in solchen Situationen nichts anderes als Gottvertrauen bleibt.

Auf unseren Feldern wächst es jetzt natürlich, nach den ausgiebigen Regenfällen sehr gut. Selbst der im März ausgesäte Klee fängt jetzt an zu keimen. Auch für Zuckermais, Kürbisse und Buschbohnen war der Regen eine Wohltat.  Die Freilandzucchini werden wir ab dieser Woche ernten und in zwei Wochen gibt es den ersten eigenen Mangold vom Freiland.

Unsere Weidgänse haben nun ein so üppiges Gefieder, daß sie ab dieser Woche ganztägig auf der Weide gehalten werden können.

In unseren Gewächshäusern macht nur noch der Paprika Probleme. Hier kämpfen die Läuse mit den Schlupfwespen um die Vorherrschaft. Diese Woche haben wir noch einmal einige Tausend Schlupfwespen ausgebracht. Die Schlupfwespen, kleine 2 mm große Wespen legen Ihre Eier in die Läuse ab, die so parasitierten Läuse sterben dann ab.

Gerade ist Pfirsich- und Nektarinensaison. Herrliche Früchte wenn sie reif und saftig sind, aber auch gleichermaßen furchtbare Früchte weil sie reif und saftig einem unter der Hand wegschimmeln. Obwohl wir die Früchte sehr sorgfältig nachsortieren und auch für eine ununterbrochene Kühlkette sorgen, kann es  immer mal wieder vorkommen daß auch bei Ihnen in der Kiste eine dieser Früchte schimmelt, da im ökologischen Landbau die Nachbehandlung dieser Früchte gegen Lagerschimmel verboten ist. Reklamieren Sie bitte schlechte Ware sofort, Sie bekommen Diese dann gutgeschrieben.

Meine letzte Newsletter hat ein Kunde dankenswerter Weise an OB Maisch aus Vaihingen weitergeleitet. Als Dienstherr der Verwaltung war OB Maisch natürlich nicht erfreut über meine Behördenschelte und bat mich höflich per e-mail hier einiges richtig zu stellen.

Wahr ist, daß es auf unserem Betreib einige nicht genehmigte Bauten gab, wahr ist aber auch, daß diese Bauten in allen Lageplänen eingezeichnet waren, seit 35 Jahren bestehen und uns nicht bekannt war, daß diese Bauten nicht genehmigt sind.

Wahr ist, daß das letzte Bauvorhaben etwas größer wurde als genehmigt, wahr ist aber auch, daß dies im unteren einstelligen Bereich war und erst durch das jetzige Bauvorhaben uns aufgefallen ist.

Wahr ist, daß einige Planunterlagen später eingereicht worden sind, wahr ist aber auch, daß manche Behörden erst  Monate nach Eingabe der BGV weitere Stellungsnahmen anfordern.

Zum Beispiel haben wir diese Woche  die Baugenehmigung erhalten aber noch nicht die Baufreigabe, weil noch der Nachweis zur Niederschlagswasserentsorgung fehlt. Wir und unser Architekt waren der Ansicht diese Angelegenheit wäre geklärt, da wir schon jetzt das Niederschlagswasser des bestehenden Gebäudes in einem 40 000 Liter fassenden unterirdischen Behälter sammeln und zur Bewässerung nutzen. Bei einem 500 qm Dachfläche können wir selbst ein Starkregenereignis mit ungewöhnlichen 80 Liter/m² abpuffern und bei mehren tausend qm³ Wasserverbrauch im Jahr ist die Entsorgung des Niederschlagswassers auf jeden Fall gewährleistet. Selbst wenn man hier aneinander vorbeigeredet hätte, stellt sich mir die Frage, warum wird man erst 4 Monate nach der Einreichung der Planunterlagen und erst nach der Übergabe der Baugenehmigung, über eine noch fehlende Stellungsnahme informiert.

Wahr ist, daß ich sehr pauschal Kritik geübt habe und auf eigene Versäumnisse nicht hingewiesen habe, wahr ist aber auch,  daß ich keine der an dem Projekt beteiligen Personen kritisiert habe, sondern Diese sogar für ihre Freundlichkeit und für Ihren Sachverstand gelobt habe.

Wünschenswert wäre eine bessere Koordination der beteiligten Behörden  und eine raschere Anforderung noch benötigter Unterlagen.

Wenn uns ein Kunde  wegen Organisations- oder Warenmängel kritisiert, fragen wir nicht nach der Verantwortung des Kunden (zu spät bestellt oder Ware falsch gelagert), sondern wir stellen uns die Frage was können wir tun damit aus diesem unzufriedenen Kunden wieder ein zufriedener Kunde wird.

Nächste Woche ist in der Gemüsekiste: Möhren, zarter Frühlingswirsing, neuer Lauch, frische Landgurken, Tomaten und roter Paprika, Radieschen und Bataviasalat.

Mir freundlichen Grüßen Michael Braun

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Eine Antwort auf Einladung zum 2 Hofinfotag 2011. Wochenbrief KW 25 2011

  1. Schellenberger sagt:

    Das finde ich ja wieder sehr erschreckend: “Zur Abreifesteuerung wird Getreide 7 bis 14 Tage vor der Ernte mit Roud up behandelt. Durch diese Behandlung stirbt das ganze Feld gleichmäßig ab und lässt sich leichter mit dem Mähdrescher ernten. Die Wartezeit von der Anwendung bis zur Ernte beträgt hier nur 7 Tag. Außerdem versuchen die Chemiekonzerne in Deutschland das Clearfield Produktionssystem zu etablieren. Hierbei werden Sorten durch traditionelle Züchtungsmethoden gegen ein bestimmtes Herbizid resistent gemacht, ähnlich wie die genmanipulierten Round up redy Sorten gegen Round up resistent sind. Diese Produktions- und Verkaufssysteme sind ein Grund dafür, daß die Chemiekonzerne in den letzten 2 Jahrzehnten fast alle kleinen und mittelständischen Saatzuchtbetriebe aufgekauft haben.”
    Man denkt ja sonst immer: Das ist alles weit weg, in Argentinien (dazu unbedingt bei YouTube anschauen: “WWF – Der Pakt mit dem Panda”), aber nicht bei uns. Bei uns also sogar noch vor der Ernte – erschreckend und nicht gerade “nachhaltig”, da die Pflanzen ja doch irgendwann wieder resistent werden (aber das Gift bleibt weiterhin in der Umwelt).

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